ALS ist eine fortschreitende Erkrankung des motorischen Nervensystems.

DIE AMYOTROPHE LATERALSKLEROSE GEHÖRT ZU DER GRUPPE DER MOTONEURONERKRANKUNGEN. DIESE GRUPPE DER MOTONEURONERKRANKUNGEN WIRD KOMPLETTIERT DURCH DIE SPINALEN MUSKELATROPHIEN, EINE SONDERFORM IST DIE KENNEDY-ERKRANKUNG.

Die ALS wird historisch als eine Erkrankung gesehen, die sich allein in motorischen Symptomen äußert. Dies wiederum ist dadurch bedingt, dass eine Erkrankung des 1. Motoneurons (die Betzzelle und der kortikospinale Trakt) des 2. Motoneurons (der Vorderhornzelle und seines Axons) im Vordergrund der klinischen Defizite steht. Dieses Bild, das Charcot bereits gezeichnet hat, ist heute einem deutlich komplexeren Szenario gewichen. Mit einem Altersgipfel von 55 bis 75 Jahren treten zu Beginn in den Extremitäten oder an den Hirnnervenkernen motorische Defizite im Sinne von Lähmungen auf. Der Krankheitsprozess breitet sich dann kontinuierlich über den gesamten Körper aus. Zu Beginn der Erkrankung stehen häufig Krämpfe und Faszikulationen, manchmal ein unerklärter Gewichtsverlust; die charakteristischen Amyotrophien und Lähmungen folgen. Dieses Krankheitsbild wird nach unseren epidemiologischen Erkenntnissen jeden 400sten Deutschen erfassen.

Viele Menschen denken, die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sei eine seltene Erkrankung. Das Risiko an einer ALS zu erkranken und zu versterben liegt in Deutschland jedoch bei etwa 1:400. Jenseits des 50. Lebensjahres ist dieses Risiko beträchtlich höher. 200.000 der ca. 80 Millionen Einwohner in Deutschland werden an einer ALS versterben.
Therapeutisch gibt es derzeit nur ein Medikament, welches die Krankheit verlangsamt. Der therapeutische Effekt betrug in der Zulassungsstudie, bei einer verbleibenden Lebenserwartung von etwa 1 Jahr, einer Verlängerung des Lebens um 3 – 4 Monate. Viele Studien, die allerdings retrospektiv waren, berichten über einen besseren Effekt des Riluteks (Riluzols), wenn früher therapiert wird. Therapeutisch stehen im Vordergrund der Hilfsmittelversorgung, Unterstützung der respiratorischen Funktion (nicht nur die Beatmung) sowie die Sicherstellung der Ernährung. Hierbei muß durch eine ausreichende Kalorienzufuhr gewährleistet werden, dass der Patienten nicht unnötig Gewicht verliert (katabol wird), da dies ein negativer prognostischer Faktor ist. Die Sicherstellung der Ernährung kann einerseits durch hochkalorische Zusatznahrung, andererseits durch die Anlage eines perkutanen endoskopischen Gastrostoma (PEG) erreicht werden.
(Quelle: Charcot-Stiftung)
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